Drei Jahrhunderte Tanzgeschichte von der Hofoper zum Nationaltheater

 

Die Bedeutung der Akademie des Tanzes und ihre Ausstrahlung in die europäischen Tanzzentren des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart

Es freut uns sehr Professor Erwin Kecsek bei uns im Club begrüßen zu dürfen.

Prof. Erwin Kecsek, geboren 1941 in Temesvar als Kind schwäbischer Eltern, deren Vorfahren seit dem 18. Jh. das Banat besiedelten. Er studierte in Bukarest Regie- und Ballettpädagogik und erhielt als Einziger seines Jahrgangs ein Stipendium des rumänischen Staates für einen Studienaufenthalt an der berühmten Waganowa Akademie in St. Petersburg.

Nach seiner Rückkehr wurde er Solist in seinem Ballettensemble an der Staatsoper Temesvar, bis er 1971 mit seiner späteren Ehefrau, der Tänzerin Edit Barna über Jugoslawien nach Österreich fliehen konnte.

Es folgte ein Engagement an der Städtischen Bühne Würzburg, bevor er dem Ruf als Ballettdirektor und Chefchoreograph an das Stadttheater Lüneburg folgte. Seine nächste Station ebenfalls als Ballettdirektor und Chefchoreograph wurde dann das Pfalztheater Kaiserslautern bevor das Kultusministerium Baden-Württemberg ihn als Professor an die Mannheimer Akademie des Tanzes berief, wo er bis zu seiner Pensionierung 2006 die Fächer klassischer Tanz, Pas de Deux, Tanzgeschichte und Bühnentanzfolklore unterrichtete.

Seine tanzhistorischen Recherchen rückten die große Tradition der Tanzausbildung in Mannheim, seit 1762 unter den pfälzischen Kurfürsten, wieder in ein stolzes und zugleich verpflichtendes Bewusstsein.

Die Verbindung zu Rumänien brach nie wirklich ab und so verhalf er nach der Wende vielen rumänischen Tanzstudierenden zu einem Stipendium und einem Studienplatz an der Akademie des Tanzes.

Für seine Verdienste um den Tanz in Rumänien wurde er Ehrenmitglied der Staatsoper Temesvar und erhielt in Iasi den rumänischen "Oscar des Tanzes". Für sein stilprägendes Wirken am Stadttheater Lüneburg wurde Erwin Kecsek die Stadtmedaille der Stadt Lüneburg verliehen. Ebenso erhielt er die Silbermedaille der Deutschen Bühnengenossenschaft.

 Eintritt 10€, Club Mitglieder frei

 

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